Lautes Treffen |
Martini Markus
Administrator
    
Staatliches Gymnasium Pullach
Dabei seit: 26.11.2005
Beiträge: 193
Jahrgangsstufe: Sonstige
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finde ich gut!
Willst du, dass man über ein abgelaufenes Rätsel diskutiert oder sogar über ein Aktuelles (dann müsste der nächste Thread jetzt nat. schon da sein)?
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02.12.2005 16:30 |
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Woryna Patrick
Rätsler
    
Carl-Orff-Gymnasium Unterschleißheim

Dabei seit: 30.11.2005
Beiträge: 19
Jahrgangsstufe: 12
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über aktuelle Rätsel zu diskutieren macht wohl wenig Sinn.
Der Geheimhaltunng wegen.
__________________ Rettet die Welt. Esst mehr NAZIS.
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02.12.2005 16:38 |
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Marc Schwarz
Super Moderator
   
Staatliches Gymnasium Pullach

Dabei seit: 29.11.2005
Beiträge: 105
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Themenstarter
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Hier die "Musterlösung":
Natürlich kann man viele Argumente anführen, die mit unterschiedlichem Umgebungslärm oder unterschiedlichem Bewuchs o.v.m. arbeiten. Ein ganz wesentlicher Effekt, der hier zielführend ist, ist aber der Folgende:
Die Hauptlärmbelästigung kommt von Geschossen, die die Schallmauer durchbrechen, d.h. schneller sind als der Schall. Die dabei erzeugte Druckwelle erzeugt einen tatsächlich lästigen Knall, der weithin zu hören ist.
Um einerseits möglichst schnelle und damit treffsichere Geschosse zu haben, andererseits die Lärmbelästigung klein zu halten, bemühen sich die Munitionshersteller bei "Sub-Sonic-Geschossen" die Treibladung einer Patrone genau so zu dimensionieren, dass das Geschoss knapp unter der Schallgeschwindigkeit bleibt. Natürlich gibt es trotzdem statistische Ausreißer nach oben und unten, so dass ein gewisser Prozentsatz der Geschosse halt doch die Schallmauer durchbricht.
Im Winter ist der Anteil dieser belästigend schnellen Geschosse leider höher, was nicht daran liegt, dass sie im Winter schneller fliegen würden, sondern daran, dass die Schallgeschwindigkeit bei im Winter i. A. vorherrschenden niedrigeren Temperaturen kleiner ist und damit die Schallmauer "schneller" bzw "eher" durchbrochen wird.
Herleitbar ist das mit Hilfe der allgemeinen Gasgleichung und der adiabatischen Ausbreitung des Schalls, was hier aber eindeutig zu weit führt. Näherungsweise ergibt sich ein linearer Zusammenhang: Schallgeschwindigkeit in m/s = (331+0,6 t) mit t = Temperatur in Grad Celsius, also z. B. 325 m/s bei -10° Celsius und 343 m/s bei 20° Celsius. (vgl. http://www.sengpielaudio.com/Rechner-schallgeschw.htm)
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Für Fehler in meinen Beiträgen haftet meine Tastatur
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02.12.2005 20:08 |
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Huynh Tobias
Rätsler
    
Carl-Orff-Gymnasium Unterschleißheim

Dabei seit: 01.12.2005
Beiträge: 30
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die kann man sihc ja auch einfahc so beim "Archiv" zum beispiel an schauen
also es muss nich sein dass immer die lösungen ins Forum gestellt werden
außer natürlich ihr habt nichts zu tun ;o)
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02.12.2005 22:16 |
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Woryna Patrick
Rätsler
    
Carl-Orff-Gymnasium Unterschleißheim

Dabei seit: 30.11.2005
Beiträge: 19
Jahrgangsstufe: 12
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mein erster Gedanke war, dass im Winter die Bäume keine Blätter haben und deswegen den Schall schlechter reflektieren. Typisch Biologe...
aber dann is mir eingefallen, dass das hier ja ein mathematisch, physikalisch, chemisches Rätsel ist und ich hab die Lösung verworfen.
Wie hoch schätzt ihr den Effekt meiner Idee ein?
__________________ Rettet die Welt. Esst mehr NAZIS.
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03.12.2005 08:41 |
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Martini Markus
Administrator
    
Staatliches Gymnasium Pullach
Dabei seit: 26.11.2005
Beiträge: 193
Jahrgangsstufe: Sonstige
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Natürlich ist die Frage, ob überhaupt ein Überschallknall entsteht, der dann besonderer Abschirmung durch Natur oder Technik bedürfte, von herausragender Bedeutung. Trotzdem kann im Einzelfall sicher der Belaubungseffekt auch mal "gewinnen". Die Sache mit dem Überschallknall gilt allerdings unabhängig von Standort, Umgebungstopografie u.ä., was ihn als allgemeines Problem also auch interessanter macht.
Soweit ich von dem vor Gericht vorgetragenen Gutachten weiß, galt die Sache mit dem Überschallknall im konkreten Beispiel Hochbrück als entscheidender.
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03.12.2005 21:56 |
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